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CO2 Anwendung

Bei der Koloskopie (Darmspiegelung) kann statt Raumluft CO₂ eingesetzt werden, um unangenehme Blähungen und Bauchschmerzen nach der Untersuchung zu reduzieren!

 


Was ist der Hintergrund der CO2 Anwendung?


Zur optimalen Sicht während der Koloskopie bzw. bei der Darmspiegelung wird in der Regel Raumluft in den Darm eingeblasen. Dieser Schritt kann nach der Untersuchung zu unangenehmen Spannungen bzw. Bauchschmerzen führen.

Wir haben in unserer Praxis die Möglichkeit diese Schmerzen zu umgehen, indem CO2 (Kohlenstoffdioxid) anstelle von Raumluft in den Darm gegeben wird. Das eingesetzte CO2 ist in zahlreichen medizinischen Studien untersucht worden und hat sich als sicher und effektiv erwiesen. Nach Gabe verschwindet das Gas anschließend unbemerkt über die Lunge.

Der Einsatz von CO2 erfordert eine spezielle Technologie, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen leider nicht übernommen werden. Wenn Sie diese Methode bei Ihrer bevorstehenden Darmspiegelung wünschen, sprechen Sie uns gerne an!

 

 

Vorgehen


Damit der Internist bei Ihrer Darmspiegelung optimale Sicht im Darm hat, wird der nahezu kollabierte Dickdarm zunächst wieder „aufgeblasen“. So verschwinden die Falten im Darm und es ist möglichst viel zu sehen. Die übliche Vorgehensweise ist dabei, die vorhandene Raumluft über das Endoskop in den Darm zu pumpen.

 

Folgen


Nun bleibt die vorher eingepumpte Luft auch noch viele Stunden nach der Spiegelung im Darm und kann zu erheblichen Blähungen und Beschwerden führen. Der Darm reagiert mit schmerzhaften Muskelkrämpfen. Sollten Sie, wie in der Regel üblich, eine Sedierung wünschen, kann das den Medikamentenbedarf erhöhen und die Regenerierungsphase nach der Spiegelung verlängern.

CO2 als Lösung


Im Gegensatz zur normalen Luft wird CO2 um ein Vielfaches schneller durch Ihre Darmschleimhaut aufgenommen. Über den Blutkreislauf gelangt es in Ihre Lunge und dort atmen Sie es aus, ohne es zu merken. Luft bläht den Darm also dauerhafter auf und kann zu Spannungen im Darmgewebe führen, was durch die Gabe von CO2 vermieden werden kann.

Risiken


Seit Mitte der 1980er Jahre wurde die Verwendung von CO2 in mehreren Studien ohne nennenswerte Risiken, aber mit einer nachhaltigen Patientenzufriedenheit beschrieben. Zur Sicherheit wird das Gas jedoch bei schweren Atemregulationsstörungen nicht empfohlen oder verwendet.