Seit der eingeführten Vorsorge-Koloskopie (Darmspiegelung) im Jahre 2002 haben bis heute rund 8 Millionen Menschen daran teilgenommen. Dadurch konnten laut der Felix-Burda Stiftung circa 145.000 Todesfälle und 306.000 Neuerkrankungen verhindert werden.
Die Felix Burda Stiftung versteht sich als Bindeglied zwischen Multiplikatoren, Ärzten, Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik und verbindet so die wichtigsten Treiber zum Thema Darmkrebsprävention.
Öffentlichkeitswirksam, gut vernetzt und mit persönlichem Engagement verfolgt sie das Ziel, die Darmkrebsvorsorge im Bewusstsein der Menschen zu verankern.
Mit unserem Darm beschäftigen wir uns ungern. Und Krebs? – Erst Recht nicht. Das sollten wir aber. Denn weltweit erkranken jedes Jahr 1,4 Millionen Menschen neu an Darmkrebs, allein in Deutschland sind es jährlich mehr als 60.000. Doch das müsste nicht sein.
Wer regelmäßig körperlich aktiv ist – bereits ab dem Jugendalter – senkt sein Risiko für Darmkrebsvorstufen um bis zu 39 Prozent. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle: Ein hoher Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch gilt als Risikofaktor.
Tipp: Schon moderate Bewegung im Alltag macht einen messbaren Unterschied!
Wer unsicher ist, wie hoch sein persönliches Risiko ist, kann dies mit speziellen Online-Tools einschätzen und zusätzlich natürlich mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen.
Im Kampf gegen Darmkrebs haben wir eine echte Chance. Denn rechtzeitig erkannt, ist Darmkrebs harmlos. Im Gegensatz zu anderen Krebsarten entwickelt sich Darmkrebs aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen. Mit einer Darmspiegelung, der Koloskopie, können diese Vorstufen frühzeitig entdeckt und entfernt werden – und zwar schon bevor sie zu Krebs werden.
Die Darmspiegelung (Koloskopie) gilt als die zuverlässigste Methode zur Darmkrebsfrüherkennung. Dabei können Vorstufen direkt entfernt werden – bevor Krebs entsteht. Die Vorsorge kann gesetzlich ab 50 Jahren zweimal gemacht werden.
Wer Angst vor der Darmspiegelung hat: Auch Stuhltests oder eine Kombination aus Sigmoidoskopie (auch „kleine Darmspiegelung“) und Stuhltest sind sinnvolle Alternativen – sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.
Die Wiederholungskoloskopie nach zehn Jahren ist in der Regel ausreichend. Individuelle Risiken können eine frühere Kontrolle sinnvoll machen.
Die Basis liegt dabei bereits im Kindesalter: Je ungesünder die Ernährung (z.B. viel Fleisch), je höher das Übergewicht und je größer der Bewegungsmangel desto wahrscheinlicher ist die Gefahr an Darmkrebs bereits in jungen Jahren zu erkranken.
Und das schlimme dabei: Besonders die jüngeren Patienten haben oft eine besonders aggressive Form des Darmkrebses.
Wenn Eltern, Geschwister oder Halbgeschwister an Darmkrebs erkrankt sind, ist das eigene Risiko deutlich erhöht. In diesem Fall empfiehlt es sich, früher als üblich mit der Darmkrebsvorsorge zu beginnen.
Wichtig: Nur etwa die Hälfte der Menschen mit familiärer Vorbelastung nimmt die empfohlene Früherkennungsuntersuchung tatsächlich wahr.
Sprechen Sie Ihre Familiengeschichte aktiv mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an – auch wenn Sie sich gesund fühlen. Gerade bei Darmkrebs zählt jedes gewonnene Jahr.
Falls Sie noch mehr dazu wissen möchten, finden Sie das Studien und Artikelblatt der Felix-Burda-Stiftung hier.
Termine für eine Koloskopie können Sie über unsere Online-Rezeption in der unteren rechten Ecke oder direkt über unsere Praxen vereinbaren:
Medic-Center Gastroenterologie
Wölckernstraße 9
90459 Nürnberg
Telefon: 09 11/ 46 42 42
Medic-Center Fürth Hauptbahnhof – Gastroenterologie, Kardiologie
Bahnhofplatz 9
90762 Fürth
Telefon: 09 11/ 62 99 83 18 45