FARKOR! Was ist das?

.

FARKOR ist ein bayernweites Modellprojekt, das auf das familiäre Darmkrebsrisiko aufmerksam macht und zum Gesprächsthema in vorbelasteten Familien anregen möchte. Denn besteht ein familiäres Darmkrebsrisiko, so können Betroffene zwischen 25 und 49 Jahren eine Vorsorgeuntersuchung im Rahmen des Projekts „FARKOR“ in Anspruch nehmen, um einen eventuellen Darmkrebs im frühen Stadium zu erkennen. Dieses Angebot ist bundesweit einzigartig.

Bisher war diese gesetzliche Vorsorge bei den Krankenkassen nämlich nicht vorgesehen.

Das ist vor allem für familiär vorbelastete Patienten ein großes Problem, denn die gesetzliche Früherkennung, die allen Versicherten ab dem Alter von 50 Jahren zur Verfügung steht, kommt für viele Menschen mit familiärem Risiko zu spät, da Darmkrebs sich bei ihnen oft bereits im jungen Erwachsenenalter entwickelt.

Woher weiß ich, ob ich ein Darmkrebsrisiko habe?

Etwa der Hälfte der Erkrankungen, die vor dem 50. Lebensjahr erkannt werden, liegt eine familiäre Veranlagung zugrunde. Sprechen Sie also im Ersten Schritt mit Ihrer Familie! Fragen Sie Ihre Angehörigen, ob nahe Verwandte an Darmkrebs erkrankt sind, in welchem Alter dieser festgestellt wurde und welche anderen Krebserkrankungen in der Familie aufgetreten sind.

Im zweiten Schritt können Sie außerdem auf der Webseite www.darmkrebs-in-der-familie.de einen Risiko-Schnellcheck durchführen. Mit dem auf dieser Seite angebotenen Online-Test können Sie in einer Minute feststellen, ob Sie eine familiäre Veranlagung für Darmkrebs haben oder nicht.

Zu welchem Arzt kann ich in diesem Fall gehen?

Leider sind bisher noch nicht alle Ärzte bei dem Modellprojekt „FARKOR“ eingeschrieben. Alle zertifizierten Ärzte, die an diesem Projekt beteiligt sind, finden Sie auf www.darmkrebs-in-der-familie.de.

Die Ärzte im Zentrum für Gastroenterologie sowie die Medic-Center Gibitzenhof, Steinbühl, Schweinau, Plärrer, Ziegelstein und Neustadt an der Aisch bieten bereits im Rahmen des Modellprojekts diese Vorsorgemaßnahmen an. Sprechen Sie uns einfach in der Praxis darauf an!

Weiter Informationen liefern außerdem folgende Websites:

Felix Burda Stiftung
Gemeinsamer Bundesausschuss


Wie läuft eigentlich eine Darmkrebsuntersuchung ab? Das erfahren Sie hier.





 

 

 „Sprich drüber!“ lautet die Initiative der Felix Burda Stiftung, der bayerischen Krankenkassen und der Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB). Ziel des Projekts ist es, ein familiäres Darmkrebsrisiko bei den Versicherten in Bayern früh zu erkennen, um eine Darmkrebs-Erkrankung zu verhindern.

Im neuen Awareness-Video der Aktion sprechen sechs junge bayerische Darmkrebs-Patienten über ihre Diagnose. Sie fordern den Zuschauer auf, mit der eigenen Familie über Darmkrebs in der Verwandtschaft zu sprechen. Denn nur wer Bescheid weiß, kann etwas gegen Darmkrebs unternehmen.